| Der Sonntag war ein strahlend schöner Tag, nicht zu warm, nicht zu kalt, geradezu ideal für die Herbstzuchtprüfung in den Revieren rund um Nördlingen. Drei Hunde sind gemeldet. Pünktlich um 08:00 Uhr sind Richter und Hundeführer da, am Treffpunkt im Suchenlokal in Rudelstetten. Noch schauen alle ein bisserl verschlafen drein, aber damit wird es gleich vorbei sein. | |
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Nach der Begrüßung durch Suchenleiter Martin Lang und nach der öffentlichen Richterbesprechung geht's hinaus ins Feld. |
| Zuerst dürfen sich die Hunde ein wenig auslaufen und lösen. Dabei wird gleich die Schussfestigkeit geprüft . Alle drei Kanidaten haben damit kein Problem, ganz im Gegenteil, sie springen extra hoch, erwarten Sie doch jetzt eine fette Beute, die vom Himmel fällt. Diesmal leider nix. So ein Mist !!! |
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Der nächste Programmpunkt: Die Feldsuche. Die Hunde müssen sozusagen unter der Flinte ein Feldstück durcharbeiten. Den Richtern kommt es drauf an, dass der Hund nicht ziellos herumrennt, sondern planmäßig sucht. Außerdem wird der Finderwille bewertet. |
| "Such voran" ! |
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| Der Hund soll ausdauern, zügig und weit suchen, auf jeden Fall bis zum Rand des Feldstücks, denn dort sitzen die Fasane. Wenn ein Hund nur trabt, kann er nur Note 2 erreichen. | |
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| Während die Gespanne ein Feld nach dem anderen absuchen, verfolgen die Zuschauer die Arbeit vom Feldrand aus, beim gemütlichen Schwatz , versteht sich. | |
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| Die nächsten Prüfungen: Federwild- und Haarwildschleppe. Mit dem Fasan wird sorgfältig die Federwildschleppe gelegt. Sie sollte möglichst mit Nackenwind gelegt werden und muss mindestens 150 Meter (ca 200 Schritt) weit sein. Die Hunde dürfen die Schleppe nicht sehen, deshalb müssen sie weit genug entfernt abgelegt werden. Die Hundeführer warten, bis sie an der Reihe sind. Da sind starke Nerven gefragt. | |
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| Dann ist es soweit. Der Hund soll das Stück mit der Nase auf der Schleppenspur finden und - das ist wichtig - es selbstständig aufnehmen und bringen, ohne erneutes Extra Kommando vom Führer. So ist's brav ! |
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| Die Hasenschleppe wird mit Hase oder Kaninchen gelegt. Sie muss mindestens 300 Meter (400 Schritt) lang sein und zwei stumpfwinkelige Haken haben. Der 1. Haken kommt nach ca 100 Metern. Bewertet wird auch die Art des Bringens, wie der Hund das Stück aufnimmt, es trägt und abgibt. |
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| Alle drei Hunde haben ihre Aufgabe prima gemeistert. Jetzt fehlt noch eine Prüfung im Feld: Das Vorstehen. Im Feld müssten Fasane zu finden sein. Halt, da ist doch was ! |
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| Sehr gute Vorsteh-Arbeit zeigt der Hund, wenn er so lange vorsteht, bis sein Führer herangekommen ist oder das Wild abstreicht. Springt der Hund nach, so gibt es bei der HZP noch keine Minuspunkte. | |
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Kein Problem, Berta steht vor, bis sie abgetragen wird. |
| Nach dem Feld fahren wir alle zum Wasser. Die Wasserarbeit ist mit Sicherheit immer der schwierigste Teil einer HZP.. |
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| Zunächst wird die Schussfestigkeit im Wasser geprüft. Eine erlegte Ente wird möglichst weit ins offene Wasser geworfen und der Hund zum Bringen aufgefordert. Innerhalb einer Minute muss der Hund das Wasser annehmen. | |
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Wöhrend der Hund auf die Ente zu schwimmt, wird ein Schrotschuss auf das Wasser abgegeben. Der Hund muss die Ente selbstständig bringen, ein Extra Kommando gibt Punktabzug. Selbstverständlich darf der Hund die Ente auch nicht knautschen oder gar anschneiden. Gut gemacht ! |
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| Aufmerksam verfolgen die Besucher die Arbeit der Hunde. Schütteln ist übrigens erlaubt, vorausgesetzt, der Hund verliert die Ente dabei nicht. Hier hat er sie eh schon aus gegeben. |
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| Schwieriger wird es beim freien Verlorensuchen und Bringen der Ente im dickungsreichen Gewässer. Der Hund darf nicht sehen, wohin die Ente fällt. Irgendwo im Schilf hinter der Insel muss sie sein. | |
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| Der Hund wird los geschickt und nimmt freudig das Wasser an. Zielgenau schwimmt er über den Teich zum Schilfdickicht rund um die Insel. | |
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| Da muss etwas sein ! | |
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| Eine andere Version: Holly steht sogar im Wasser vor. | |
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| Gefunden. Das hat sie gut gemacht ! Jetzt zurück, so schnell es geht. Schließlich liefert sie stolz das Stück beim Führer ab. |
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Revierinhaber Karl Bauer. Ihm gilt an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür, dass wir in sein Revier und an sein Wasser kommen durften. |
| Das war's! Martin Lang ruft seine Richterkollegen zusammen zur letzten Schlussbesprechung. Die Hundeführer sind erleichtert, es ist geschafft, alle haben bestanden. | |
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Die Richter sind sich einig über die erzielten Ergebnisse. Die Arbeit der Hunde kann sich sehen lassen.Holly und Kira erzielen je 182 Punkte, Berta schafft 174 Punkte. |
| Langsam haben wir alle einen Riesen Hunger, schließlich ist es zwei Uhr nachmittags. Doch bevor es zurück ins Suchenlokal geht, müssen noch die Tätonummern kontrolliert und etwaige Zuchtmängel überprüft werden. Schließlich bleibt noch Zeit für ein Gruppenfoto. | |
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| Dann hält uns nichts mehr, ab zum Wirt. Doch Martin Lang muss erst noch die Schreibarbeit erledigen. Schließlich kommt es zur Preisverleihung. Suchensieger wurde Holly von Odisheim, geführt von Peter Axmann. Herzlichen Glückwunsch! | |
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| Hier noch einmal die drei Hunde: Holly von Odisheim, geführt von Peter Axmann, Kira von der Riedleite, geführt von Alfons Reiner und Berta vom Krippenfeld, geführt von Peter Thum. Wir wünschen den Hundeführern viel Freude und Erfolg mit ihren vierbeinigen Jagdkameraden. Waidmannsheil ! | |
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